Türkei

(...) Die Reise begann für mich am 22. Juli 2019 am Bahnhof in Rosenheim mit der Fahrt nach Frankfurt zum Flughafen. Von dort aus startete dann der Flug in die Türkei. Wir landeten pünktlich in Istanbul und wurden am Ausgang sofort von unseren türkischen Betreuern empfangen. Sie brachten uns zum Bus, wo bereits der Kadett aus Hong Kong sowie weitere Betreuer warteten. Nach Ankunft der britischen Delegation wurden wir ins Hotel gefahren, in dem eine kleine Kennenlernrunde folgte. Die darauffolgenden Tage vom 24. Juli bis zum 26. Juli verbrachten wir in Istanbul. Wir besichtigten am ersten Tag den Flughafen von Istanbul, einen der größten und modernsten Flughäfen weltweit. Danach waren wir noch im Luftfahrt Museum der Türkischen Luftwaffe, welches die stolze Geschichte der Türkischen Luftfahrt vermittelt. Auch sind diverse Militärflugzeuge der Luftwaffe ausgestellt. Der Tag endete mit einem traditionellen türkischen Abendessen und einer Tour durch die belebtesten Fußgängerzonen Istanbuls. Am Donnerstag erwarteten uns einige der historischen Stätten Istanbuls: Der Topkapi Palast, die Hagia Sophia und der große Basar. Am Freitag begann der letzte Tag in Istanbul mit dem Besuch des Museums einer Privatfamilie, die dort allerlei gesammelte Technik ausstellt. Nachmittags folgte ein Museum, welches die türkische Militärgeschichte thematisiert. Auch hier zeigte sich eindrucksvoll der Nationalstolz der Türken. Es folgte als Abschluss die Besichtigung des Galata Turms und eine Bootstour auf dem Bosporus und wir begannen uns von Istanbul zu verabschieden.

Am Samstag wurden wir mit dem Bus nach Ephesus gefahren. Nach der Ankunft gingen wir los, um etwas einzukaufen. Auf dem Rückweg hörten wir Musik und gingen mit unseren Betreuern zu deren Quelle. Es war ein Polterabend vor der Hochzeit, die am nächsten Tag stattfand. Es folgten einige der für mich beeindruckendsten Stunden in der Türkei. Wir standen am Eingang zu diesem Festplatz und wurden sofort eingeladen uns zu setzen, bekamen Getränke und wurden anschließend noch aufgefordert, mit den Gastgebern und den anderen Gästen zu tanzen. Uns nur mit Händen und Füßen verständigend tanzten wir, wurden herzlichst mit integriert und alle hatten großen Spass. Gleichzeitig wurden wir zur Hochzeit am Sonntagabend eingeladen, welche wir dann auch am Abend besuchten. Sie bot den gleichen Spass und vermittelte auch denselben bleibenden Eindruck türkischer Gastfreundlichkeit. 

Am Sonntag waren wir dann zunächst am THK Trainingscenter in Selcuk. Dort sollten Tandemfallschirmsprünge stattfinden, allerdings war das Flugzeug dafür in der Wartung. So waren für uns leider nur Ultraleilchtflüge möglich. Aber auch diese waren über der Küste der Türkei sehr schön. 

Am nächsten Tag besichtigten wir die Ruinen der antiken Stadt Ephesus. Diese wichtige Handelsstadt ist auch aus der Bibel bekannt, denn schon Paulus schrieb seinen Brief an die Epheser. An diesem Tag besichtigten wir noch weitere historische Orte um Efes wie das Haus der Jungfrau Maria und die Ruinen von Selcuk.

Am Dienstag folgte der Transfer zum Eskisehir Trainingscenter der THK. Dort waren wir 5 Tage, vom 30. Juli bis zum 03. August untergebracht. Am 31 Juli wurde uns nach unserer späten Ankunft am Vortag zunächst das ganze Trainingscenter gezeigt. Anschließend durften wir Segelfliegen. Dies war für mich besonders interessant, da zu diesem Zeitpunkt die Segelflugausbildung auf der Wasserkuppe noch sehr präsent war. Es war eine sehr beeindruckende Landschaft in Eskisehir und auch die Pilotin war, wie alle, sehr gastfreundlich und tauschte sich auch sehr gerne mit uns aus. Am Abend folgte für mich dann der unbekannte und daher wesentlich spannendere Teil. Wir durften einen Gleitschirm Tandemflug genießen. Auch das war eine sehr schöne Erfahrung der dritten Dimension.

Am Mittwoch kam dann aus militärischer Sicht das große Highlight. Wir besichtigten die 1st Main Jet Base der türkischen Luftwaffen. Zunächst besichtigten wir eine F4 Phantom und im Anschluss eine Transportstaffel, welche unteranderem mit Ihren Super Puma Hubschraubern auch für Personel Recovery zuständig sind. Im Anschluss waren wir an der Last Chance beim Start einer F4 Phantom und einer F 16 und konnten diese aus der Nähe beobachten.

Es folgte die relativ spontane Besichtigung von 2 Kampfstaffeln mit Piloten, welche wir beim Mittagessen auf der Base kennengelernt hatten. Sie zeigten uns auch eine F 16. Wir hatten ein Gespräch mit Ihrem Staffelkapitän und durften im Anschluss zur Freude aller F4-Simulator fliegen, ein weiterer eindrucksvoller Beweis der türkischen Gastfreundschaft. Den 2. August verbrachten wir mit den Flugschülern im Trainingscenter, durften die vielen verschiedenen Modellflugzeuge bestaunen, sowie Hängegleiterflügschülern bei Ihren ersten Flugversuchen helfen.

Den letzten Tag haben wir mit einer Tour durch Eskisehir und am Strand verbracht. 

Es folgte am Abreisetag noch ein traditionell türkisches Frühstück, bevor es für uns nach Ankara ging.

In Ankara folgte wieder kulturelles Programm. So besichtigten wir am Montag das Mausoleum Mustafa Kemal Atatürks, dem Vater der heutigen Türkei. Auch dieses Bauwerk mit dem integrierten Museum zeigt eindrucksvoll den Nationalstolz der Türkei sowie den Stolz auf Mustafa Kemal Atatürk, dem Vater der heutigen Türkei. Am Nachmittag besichtigten wir noch die Universität des THK sowie die angegliederte Flugschule und die mit untergebrachte Löschflugzeugstaffel des THK. Am Dienstag waren wir im Hauptsitz des THK und trafen den Chef des IACE Turkey Programms, sowie den Präsidenten des THK. Am Nachmittag besichtigten wir noch ein Museum des THK und durften vom dortigen Fallschirmsprungturm springen. Dies war aufgrund des Körpergewichts oder aufgrund mangelnden Mutes leider nicht für jeden möglich. So endete dann auch der leider schon letzte Tag in der Türkei. Am Mittwoch ging es für uns als deutsche Delegation früh zum Flughafen und wir landeten nach einem Zwischenaufenthalt in Istanbul gegen 17:40 Uhr wieder in Frankfurt. 

- Xaver Brehmer